Unternehmensnachfolge

Möchten Sie die Nachfolge in Ihren Unternehmen bereits vor dem Erbfall regeln, treten hierbei oft Gestaltungsschwierigkeiten auf. Dies zum Beispiel, wenn Sie noch nicht wissen, welches Ihrer Kinder oder Verwandten zur Nachfolge in Ihrem Unternehmen geeignet ist. Auch muss an einen Ausgleich für die Kinder gedacht werden, die nicht an der Unternehmensnachfolge teilhaben sollen oder möchten. Zu beachten ist auch, dass enterbten Verwandten hierbei ein Pflichtteilsrecht zustehen könnte.

Es gibt insofern auch Wege, durch lebzeitige Verschenkung von Anteilen an Ihrem Unternehmen (sog. vorweggenommene Erbfolge) das Unternehmen aus dem Nachlass herauszuhalten. Dies ist jedoch an gesetzliche Bedingungen geknüpft.

 

Melden Sie sich bei uns, wenn Sie eine rechtliche Beratung zum Thema Unternehmensnachfolge wünschen.

Erbenhaftung

Gemäß § 1967 BGB haftet der Erbe auch für die Nachlassverbindlichkeiten des Erblassers, er tritt damit in dessen Schuldnerstellung. Der Erbe haftet hierbei auch mit seinem eigenen Vermögen, nur in bestimmten Fällen ist die Haftung auf den Nachlass beschränkt (so zum Beispiel vor Annahme der Erbschaft, § 1958 BGB). Ist das Erbe völlig überschuldet gibt es die Möglichkeit des Nachlassinsolvenzverfahrens oder der Ausschlagung der Erbschaft. Bei der Ausschlagung der Erbschaft ist jedoch zu beachten, dass hierbei gewisse Fristen einzuhalten sind (6 Wochen ab Kenntnis des Erbfalls) und Formvorschriften bestehen. Auch muss vorab geklärt werden, wer nach Ausschlagung des Erbes kraft gesetzlicher Erbfolge Erbe wird.

Auch für die Gläubiger des Erben ergeben sich nach dem Erbfall Fragen, wer ihm nunmehr für die Schulden des Erblassers haftet.

Wenn Sie Fragen rund ums Thema Erbenhaftung haben, können Sie jederzeit einen Termin mit uns vereinbaren.

Miterbengemeinschaft

Miterben können ihr Erbe nur gemeinsam verwalten und über Nachlassgegenstände auch nur gemeinschaftlich verfügen. Dies birgt erhebliches Konfliktpotential, die Auseinandersetzung eines solchen Nachlasses kann sich bei Streitigkeiten unter den Erben oftmals über Jahre hinziehen. Diese Auseinandersetzungen sind oftmals sehr kostenintensiv und emotional belastend. Bei auftretenden Konflikten kann eine rechtliche Beratung helfen, die Angelegenheit schnell und gemäß den gesetzlichen Anforderungen zu regeln. Empfehlenswert ist hier insbesondere der Abschluss eines Auseinandersetzungsvertrages.

Sie haben Probleme mit Ihrer Miterbengemeinschaft und wünschen hierzu eine rechtliche Beratung? Sprechen Sie uns an.

Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht

Die Patientenverfügung bezieht sich auf die Durchführung oder das Unterlassen medizinischer Maßnahmen, während bei einer Vorsorgevollmacht eine Person ermächtigt wird, im Falle einer Notsituation alle oder bestimmte Aufgaben für den Vollmachtgeber zu erledigen.

Die Patientenverfügung ist nunmehr gesetzlich geregelt in § 1901 a BGB, sie ist für den Betreuer oder Bevollmächtigten verbindlich. Daher ist es auch sinnvoll, eine Patientenverfügung mit einer Vorsorgevollmacht zu verknüpfen, vorausgesetzt, Sie haben eine Person gefunden, der Sie voll vertrauen.

Sie möchten Ihre Patientenverfügung und Ihre Vorsorgevollmacht rechtlich absichern? Wir beraten Sie gerne.

Pflichtteilsrecht

Der Pflichtteil begrenzt die Testierfähigkeit und sichert nahen Verwandten, die (auch nur teilweise) enterbt wurden, einen bestimmten Teil des Nachlasses. Sowohl für die Erben als auch für die enterbten Verwandten ist dies mit besonderen Problemen und Emotionen verbunden. Viele Pflichtteilsberechtigte haben Hemmungen, ihren Anspruch gesetzlich auch einzufordern. Die Erben hingegen sind im Unklaren darüber, welche Rechtspflichten sie gegenüber dem Pflichtteilsberechtigten haben.

Auch für den Erblasser ist es wichtig, bereits beim Verfassen seines letzten Willens über das Pflichtteilsrecht der enterbten Verwandten nachzudenken. Versuche, das Pflichtteilsrecht durch Schenkungen zu Lebzeiten zu umgehen, sind rechtlich nicht immer wirksam.

 

Haben Sie Fragen zum Thema Pflichtteilsrecht? Wir beantworten sie Ihnen gerne.

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