Leasing, Factoring

Auch wenn es Leasing als Finanzierungsform bereits seit rund 40 Jahren in Deutschland gibt, ist es gesetzlich immer noch nicht geregelt. Die Rechtsprechung sieht das Leasing als eigenständige Vertragsform, die sich am Mietrecht orientiert. Insbesondere im Rahmen der Leasingrückgabe und der damit verbundenen Restwertberechnung gibt es zahlreiche Probleme zwischen Leasinggeber und Leasingnehmer. Ob vorformulierte Vertragsbedingungen wirksam sind, ist anhand jedes Einzelfalles gesondert zu überprüfen.

Beim Factoring geht es einfach ausgedrückt um den Verkauf von Forderungen. Dies kann insbesondere für den Schuldner erhebliche Konsequenzen haben, aber auch für den Alt- und Neugläubiger ist hierbei einiges zu beachten.

Haben Sie Fragen zum Thema Leasing oder Factoring? Sprechen Sie uns an, wir helfen gerne weiter.

SCHUFA

Die Schufa sammelt als Datensammelstelle Daten über Verbraucher, mit dem sog. Scoring-Verfahren wird dann eine Aussage über die Bonität des Verbrauchers getroffen. Für jede Branche erhält man so einen eigenen scoring-Wert. Gespeichert werden zunächst Angaben zur Person, weiterhin Bankkonten, Mobilfunkkonten, Leasingverträge, Kreditkarten, zudem Daten, die mit Vollstreckungsmaßnahmen zusammenhängen wie beispielsweise die Abgabe der Vermögensauskunft (zuvor eidesstattliche Versicherung). Angaben zum Vermögen, dem Einkommen oder Depotwerten des Verbrauchers werden nicht getroffen, so dass der Schufa-Eintrag nicht ihrer tatsächlichen Bonität entsprechen muss.

Das Bundesdatenschutzgesetz sieht Fristen für die Löschung von Einträgen vor, diese variieren jedoch abhängig von der Art der Daten. Auch wenn die Schufa eine Pflicht zur Löschung dieser Daten hat, kommt es vor, dass Einträge dennoch bestehen bleiben und sich negativ auf Ihren scoring-Wert auswirken.

Liegen der Schufa falsche Daten von Ihnen vor? Wurden Daten nach Ablauf der Frist gelöscht? Vereinbaren Sie einen Termin mit uns, wir vertreten Sie gerne.

Bearbeitungsgebühren, Entgelte, Zinsen, Vorfälligkeitsentschädigungen

Was Gebühren, Entgelte etc. betrifft, sind Banken erfinderisch. Jede Leistung der Bank wird dem Kunden in Form von Gebühren aufgeladen. Dabei ist dies gesetzlich oft überhaupt nicht zulässig. Denn grundsätzlich gilt: Kosten für Aufgaben, die die Bank in eigenem Interesse oder aus einer gesetzlichen Pflicht heraus wahrnimmt, muss sie selbst tragen.

So erhoben Banken jahrelang Kreditbearbeitungsgebühren in Höhe von 2 bis 3,5 % der Darlehenssumme. Bei größeren Kreditsummen ergeben sich hier durchaus hohe Beträge. Mehrere Oberlandesgerichte haben nunmehr festgestellt, dass die Erhebung dieser Gebühren rechtsunwirksam ist. Die Bank handelt bei der Prüfung der Bonität der Kunden lediglich in eigenem Sicherheiteninteresse. Das Geld kann zurückgefordert werden.

Wünschen Sie eine Beratung zu diesem Thema? Hat Ihnen Ihre Bank unrechtmäßig Gebühren auferlegt? Wünschen Sie eine Überprüfung einer Vorfälligkeitsentschädigung? Wir vertreten Sie gerne.

Zahlungsverkehr, Girokonto, Internet Banking

Banken, die über einen Dachverband Mitglied des Zentralen Kreditausschusses sind, haben die Pflicht, allen Kunden ein sog. Girokonto für Jedermann einzurichten. Eine Bank darf Sie also nicht mit Hinweis auf beispielsweise fehlende Bonität abweisen. Sollten Sie in finanziellen Schwierigkeiten sein, und Zwangsvollstreckungsmaßnahmen gegen Sie betrieben werden, können Sie von Ihrer Bank auch die Einrichtung eines Pfändungsschutzkontos verlangen. Hier wird ein Betrag in Höhe von EUR 1.028,89 (Arbeitseinkommen, Renten, Sozialleistungen) automatisch geschützt und verbleibt Ihnen zum Leben.

Haben Sie Fragen zum Thema Girokonto oder Internet Banking? Vereinbaren Sie einen Termin in unserer Kanzlei.

Notleidende Kredite, Sanierung, Verwertung, Vollstreckung

Bei Verlust eines Arbeitsplatzes oder einer Krankheit in der Familie, kann es schnell dazu kommen, dass Kredite nicht mehr bedient werden können. Zwar wird die Bank in diesem Fall zunächst versuchen, durch Mahnungen an Sie heranzutreten, wenn jedoch weiter die Raten nicht ordnungsgemäß bedient werden, wird die Bank sodann in die Zwangsvollstreckung übergehen. So kann Ihr Arbeitseinkommen gepfändet werden oder die Bank kann Sie zur Abgabe der Vermögensauskunft (früher die eidesstattliche Versicherung) zwingen. Bei Immobilienkrediten kann es zur Zwangsversteigerung der Immobilie kommen.

In diesen Fällen ist anwaltlicher Rat unbedingt erforderlich. Denn Zwangsmaßnahmen seitens der Bank haben weitere negative Schufa-Einträge zur Folge und sind zudem persönlich für den Darlehensnehmer enorm belastend.

Können Sie Ihren Kredit nicht mehr bedienen? Sprechen Sie uns an, wir werden zusammen mit Ihnen und Ihrer Bank eine Lösung entwickeln.