Erbenhaftung

Gemäß § 1967 BGB haftet der Erbe auch für die Nachlassverbindlichkeiten des Erblassers, er tritt damit in dessen Schuldnerstellung. Der Erbe haftet hierbei auch mit seinem eigenen Vermögen, nur in bestimmten Fällen ist die Haftung auf den Nachlass beschränkt (so zum Beispiel vor Annahme der Erbschaft, § 1958 BGB). Ist das Erbe völlig überschuldet gibt es die Möglichkeit des Nachlassinsolvenzverfahrens oder der Ausschlagung der Erbschaft. Bei der Ausschlagung der Erbschaft ist jedoch zu beachten, dass hierbei gewisse Fristen einzuhalten sind (6 Wochen ab Kenntnis des Erbfalls) und Formvorschriften bestehen. Auch muss vorab geklärt werden, wer nach Ausschlagung des Erbes kraft gesetzlicher Erbfolge Erbe wird.

Auch für die Gläubiger des Erben ergeben sich nach dem Erbfall Fragen, wer ihm nunmehr für die Schulden des Erblassers haftet.

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