Sparkassen kündigen attraktive Prämiensparverträge

Zahlreichen Sparkassenkunden wurden vor Jahren Prämiensparverträge als langfristiges Sparmodell angeboten: Zusätzlich zum Zins wurde eine Prämie vereinbart, die umso höher ist, je länger der Vertrag läuft. Der Basiszins ist variabel und liegt dem Zinsniveau entsprechend derzeit nahe null. Aber die Prämie ist attraktiv.

Das seit Jahren anhaltende Niedrigzinsniveau hat jetzt einige Sparkassen veranlasst, diese für die Kunden lukrativen Prämiensparverträge zu kündigen. Man beruft sich hierbei auf ein Urteil des Bundesgerichtshofs, wonach nach Erreichen der höchsten Prämienstufe eine Kündigung wirksam sei.

Das Konzept der verkauften Prämiensparverträge ist grundsätzlich ähnlich. Da die Bedingungen der Prämiensparverträge aber sehr unterschiedlich sind und es auch verschiedene Varianten, zum Teil mit konkreter Laufzeit, gibt, empfiehlt es sich dringend, dass betroffene Sparer ihre Verträge überprüfen lassen bevor sie eine Kündigung akzeptieren.

Außerdem ist zu überprüfen, ob die Verzinsung über alle Jahre korrekt erfolgte. Nach Erkenntnissen einiger Verbraucherzentralen hält die Zinsberechnung vieler Sparkassen einer Überprüfung nicht stand, und Sparer können Ansprüche auf hohe Nachforderungen geltend machen. Zu diesem Ergebnis gelangte auch eine ARD-Dokumentation vom 02.09.2019 mit dem Titel "Der rote Riese zockt ab".

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