Der Abgasskandal: Betroffen sind auch BMW, Porsche und Mercedes

Der Abgasskandal betrifft nicht mehr nur VW, sondern mittlerweile auch BMW, Porsche und nach Presseberichten zufolge auch Mercedes. Gegen BMW erfolgte bereits im März diesen Jahres eine erste Zivilklage in den USA. Der Verdacht: Bei den Modellen X5 und 330d seien Abgase per Software manipuliert worden. Am 3.4.2018 teilte das Kraftfahrtbundesamt in einer Presseerklärung mit, dass bei der Überprüfung der Fahrzeugtypen BMW 750 3.0 Diesel Euro 6 sowie BMW M 550 (Limousine und Touring) 3.0 Diesel Euro 6 unzulässige Abschalteinrichtungen festgestellt wurden. Aus diesem Grund erfolgte im Mai auch ein Rückruf der Modelle Porsche Cayenne Euro 6 4,2 Liter V8 TDI und Porsche Macan Euro 6 3,0 Liter V6 TDI.

Nach Angaben der Zeitschrift Spiegel vermutet das Kraftfahrtbundesamt auch im Mercedes Vito eine illegale Abschalteinrichtung. Die Ermittlungen dauern an.

Erfahrungsgemäß sinken die Gebrauchtwagenpreise der betroffenen Fahrzeuge nach einem Rückruf rapide. Die Eigentümer der betroffenen Fahrzeuge sind hierbei jedoch nicht rechtlos gestellt und können vom Hersteller des Motors Schadensersatz verlangen. Vom Verkäufer kann die Ersatzlieferung eines Neufahrzeugs verlangt werden, oder der Rücktritt vom Kaufvertrag erklärt werden. Im Falle eines Rücktritts erhält der Käufer den Kaufpreis gegen Zahlung einer Nutzungsentschädigung und Rückgabe des Fahrzeugs erstattet. Gegenüber dem Verkäufer kann alternativ die Minderung des Kaufpreises verlangt werden. Sollte der Fahrzeugkauf über ein Darlehen finanziert worden sein, könnte zudem bei falscher Widerrufsinformation der Widerruf der Darlehensvertragserklärungen zur Rückabwicklung der Verträge führen.

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