MS Fürth: Sparkasse vom OLG Nürnberg zu Schadensersatz verurteilt

Im Jahr 2007 empfahl eine bayerische Sparkasse die Zeichnung an der MS Fürth GmbH & Co. KG, diese musste im Juli 2014 Insolvenz anmelden. Nach einem Bericht der Nürnberger Nachrichten vom 16.06.2015 ist das Kapital der Anleger voraussichtlich verloren. Die Forderungen der finanzierenden Bank übersteigen den voraussichtlichen Erlös dem Bericht zufolge um mehr als das Doppelte.

In einem Verfahren vor dem Oberlandesgericht Nürnberg wurde die beratende Bank einem Anleger gegenüber zur Rückzahlung der Einlage wegen schuldhafter Verletzung von Beratungspflichten nach §§ 280 I 1, 311 II Nr. 1 BGB verurteilt. Die Bank hätte darüber aufklären müssen, dass sie für den Vertrieb der Anlage eine Provision aus dem Agio erhielt.
Eine Beratungshaftung der Bank ist hierbei von Einzelfall zu Einzelfall zu prüfen. Sollten Sie als betroffener Anleger eine rechtliche Beratung wünschen, können Sie jederzeit einen Termin mit unserer Kanzlei vereinbaren.