Bund Deutscher Treuhandstiftungen e.V. ("BFW-Stiftung"): Amtsgericht ordnet Insolvenz an

Die BaFin hat dem Bund Deutscher Treuhandstiftungen e.V. Köln, der auch unter dem Namen "Berliner Wirtschafts- und Finanzstiftung" oder "BFW-Stiftung" auftritt, mit am 25.02.2015 veröffentlichtem Bescheid das weitere Betreiben des Einlagengeschäfts untersagt und die unverzügliche Abwicklung der unerlaubt betriebenen Geschäfte angeordnet. Mit Beschluss vom 26.03.2015 hat das Amtsgericht Charlottenburg die vorläufige Insolvenzverwaltung über das Vermögen der BWF-Stiftung angeordnet. Die BFW-Stiftung bot Anlegern den Erwerb von physischem Gold an. Zugleich verpflichtete sie sich, dieses nach Ablauf der Vertragslaufzeit zum ursprünglichen Kaufpreis zurückzukaufen. Damit betrieb die BFW-Stiftung das Einlagengeschäft ohne erforderliche Erlaubnis.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen gewerbsmäßigen Betruges sowie des Verstoßes gegen das Kreditwesengesetz durch ein Anlageprodukt, in dem potentiellen Anlegern der Ankauf von Gold suggeriert worden war. Tatsächlich wird derzeit vermutet, dass es sich nur bei einem kleinen Teil des seitens der Staatsanwaltschaft sichergestellten Materials um echtes Gold handelte. Es steht daher zu befürchten, dass ein großer Teil der Anlegergelder nicht mehr zurückgezahlt werden kann.

Es ist davon auszugehen, dass ein Großteil der Anleger über das Anlagegeschäft nicht ordnungsgemäß aufgeklärt wurde.

Gerne helfen wir Ihnen in einem persönlichen Beratungsgespräch in unserer Kanzlei bei der Durchsetzung Ihrer Ansprüche.